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Stromboli ist eine kleine Insel, die beherrscht wird von dem Vulkan gleichen Namens. Ein Eiland wie aus dem Bilderbuch: Kristallklares Wasser, dessen Farbe zwischen Azurblau, Smaragdgrün und Türkis changiert, verträumte Dörfchen, traumhafte Strände aus feinkörnigen Lavasand.
Während die Insel zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Bewohnern, die hier keine Zukunft mehr sahen, verlassen wurde und nur noch Alte und Kinder zurückblieben, rückte sie in den Jahren nach 1949 in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, als der Regisseur Roberto Rossellini hier mit Ingrid Bergman den Film "Stromboli, Terra di Dio" drehte. In den folgenden Jahren erlagen immer mehr Menschen dem Charme des Eilands. Stromboli ist heutzutage von November bis März ein verschlafenes Inselchen mit ungefähr 400 Einwohnern, in den übrigen Monaten, besonders im August, herrscht dagegen Hochbetrieb. Insbesondere Künstler wie Maler, Bildhauer oder Musiker fühlen sich hier zuhause. Nichtsdestoweniger hat Stromboli jedoch seinen ursprünglichen Charme bewahrt.
Vom Meeresspiegel aus gemessen ragt der Vulkan 926 Meter empor. Er ist nach dem Ätna der größte Vulkan Südeuropas und noch dazu sehr aktiv. Alle 20-30 Minuten steigt aus seinem Krater eine weiße-graue Rauchwolke empor, oft verbunden mit glühender Schlacke. Manchmal kann man auch einen richtiggehenden Ausbruch mit Feuerfontänen und ausgestoßener Lava, die in einer Feuerwalze den Abhang hinunterrinnt, miterleben. Dies wird ein unvergessliches Erlebnis sein. Man kann den Stromboli besteigen, dabei sollte man jedoch gute Kondition, die richtige Ausrüstung und einen erfahrener Führer mitbringen. Für den Aufstieg muss man ungefähr 3-5 Stunden veranschlagen, der Weg führt über einen anfangs sanft ansteigenden Spazierweg, der jedoch bald zu einem steilen Pfad ohne Wegmarken wird. Den letzten Teil des Weges versinkt man knöcheltief in rutschiger Asche.
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Je näher man dem Gipfel kommt, desto intensiver wird der Schwefelgeruch. Oben angekommen entschädigt einen jedoch ein traumhafter Ausblick über das Meer. Am eindrucksvollsten ist das vulkanische Schauspiel natürlich in der Nacht, wenn sich vor samtschwarzem Himmel mit zahllosen funkelnden Sternen die Feuerfontänen hoch erheben und bedrohliches Poltern die herabrollenden Gesteinsbrocken anzeigt. Nur in Ausnahmefällen wollen die Führer auf dem Vulkan übernachten, denn es ist hier schon öfter zu schlimmen Unfällen gekommen.
Seit 2000 ist Stromboli von der UNESCO ausgewiesenes Weltkulturerbe.
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